Dosierungen, Einnahme und Therapieempfehlung

Hat man sich ausreichend über kolloidales Silber informiert und man möchte seiner Gesundheit etwas Gutes tun, gilt es, die passende Art der Behandlung für sich zu entdecken. Eins vorweg: Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Das bedeutet, dass kolloidales Silber auch in Kombination mit anderen Mitteln eingenommen werden kann. Bei einer Einnahme von Antibiotika kann das Silber zusätzlich genutzt werden. Es schadet dabei nicht nur nicht, es wirkt sogar unterstützend und verstärkt die Wirksamkeit des jeweiligen Antibiotikums.

Da kolloidales Silber eine scheinbar grenzenlose Anzahl an Anwendungsmöglichkeiten besitzt, ist es wichtig, herauszufinden, welche Form der Einnahme für welche Art der Beschwerde – und für einen persönlich – geeignet ist. Diese individuelle Abstimmung macht es möglich, die Krankheit auf effektivste Weise zu bekämpfen.

Tipps zur Anwendung und Aufbewahrung

Bei der Einnahme von kolloidalem Silber ist zu beachten, dass es immer mit einem Keramik-, Holz-, Hornlöffel o.ä. eingenommen werden sollte, da eine Verbindung von kolloidalem Silber mit anderen Stoffen (etwa Metall) eine Minderung der Wirksamkeit mit sich bringt.

Die beste Wirkung erzielt kolloidales Silber bei einer inneren Anwendung, wenn es auf nüchternen Magen eingenommen wird, und auch einige Zeit danach, etwa eine Stunde lang, sollte auf die Zufuhr von Lebensmitteln verzichtet werden. Getränke können schon vorher wieder zu sich genommen werden, hierauf verzichtet man am besten bis 10 Minuten vor und nach der Einnahme.

Bei der eigentlichen Einnahme sollte das Silberwasser für ein bestmögliches Ergebnis mindestens 30 Sekunden im Mund behalten werden. So kann das Silber schon von der Mundschleimhaut absorbiert werden. Das kolloidale Silber kann mit Wasser verdünnt eingenommen werden, allerdings sollte man darauf achten, dass es nicht zu sehr verdünnt wird.

Wie wird kolloidales Silber eingenommen?

Kolloidales Silber kann entweder zur äußerlichen oder inneren Anwendung genutzt werden. Bei äußerlichen Erkrankungen kann ein Tuch in Silberwasser getränkt werden und dieses auf die Wunde aufgetragen werden. Es gibt auch Sprühflaschen, mit Hilfe derer man das kolloidale Silber einfach auf die entsprechende Stelle sprüht. Umschlägen und Pflastern mit kolloidalem Silber wird eine intensivere Wirkung nachgesagt, da diese eine längere Einwirkzeit haben. Eine weitere Option stellen bestimmte Salben und Cremes dar, die kolloidales Silber enthalten und ebenfalls zur Wundheilung beitragen, und bei Hautproblemen oder bei Muskelschmerzen angewendet werden.

Zur inneren Anwendung kann das Wasser getrunken werden, in Tropfenform in den Körper geleitet werden (etwa Ohrentropfen zur Behandlung von Infektionen im Ohr). Soll das Immunsystem unterstützt oder eine Virusinfektion bekämpft werden, bietet es sich an, das kolloidale Silber unverdünnt einzunehmen. Allerdings sollte die Flüssigkeit vor Herunterschlucken einige Zeit im Mund behalten werden (mindestens 30 Sekunden), damit die Partikel auch von der Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Das kolloidale Silber kann hier über längere Zeit eingenommen werden (maximal 2 Monate), anschließend sollte eine Pause erfolgen. Bei einer aufkommenden Erkältung oder ähnlichem wird empfohlen, das Silberwasser so lange einzunehmen, bis diese bekämpft ist. Auch können Inhalationssprays genutzt werden, etwa gegen Mundgeruch, Zahnschmerzen oder Zahnfleischbluten. Bei Beschwerden im Mundraum ist es ebenfalls möglich, mit kolloidalem Wasser zu gurgeln oder zu spülen. Das Inhalieren von kolloidalem Silber ist demnach ungefährlich.

Doch nicht nur das Inhalieren ist ungefährlich, kolloidales Silber kann auch für empfindliche Partien wie etwa die Augen genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass kolloidales Silber ein Mittel ist, das von jedermann verwendet werden kann, egal ob von Erwachsenen, Kindern oder sogar schwangeren Frauen oder dem geliebten Haustier, egal ob zeitgleich andere Medikamente oder Antibiotika eingenommen werden. Nebenwirkungen gibt es nur wenige. Eine der Nebenwirkungen bei Silber-Anwendungen ist die Argyrie, eine Verfärbung der Haut. Die Ursachen hierfür sind aber Überdosierung oder eine Entstehung durch andere Silberformen. Lediglich Allergiker sollten auf kolloidales Silber verzichten. Und das Wichtigste: Die Behandlung mit kolloidalem Wasser geschieht – auch wenn das Wundermittel von manchen Skeptikern kritisiert wird – völlig legal. Auch der Verkauf ist erlaubt, solange es nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament bezeichnet werden, sondern lediglich als kosmetisches Produkt.

Anwendungs- und Therapieempfehlungen

Einreibungen mit kolloidalem Silber

Bei Beschwerden der Haut ist eine Behandlung in Form einer Einreibung mit kolloidalem Silber empfehlenswert. Hierbei wird ein sauberes, feuchtes Tuch aus Stoff oder Krepp verwendet, das in kolloidales Silber getränkt. Damit wird das kolloidale Silber auf die betroffene Stelle aufgetragen. Es sorgt dafür, dass sich die Wunde nicht infiziert, beruhigt die Haut und dringt über sie in den Körper ein, wodurch es die störenden Krankheitserreger bekämpfen kann. Diese Anwendungsform richtet sich also vor allem an Menschen, die an Akne oder unreiner Haut leiden oder mit Hautausschlägen, Ekzemen, oder Neurodermitis zu kämpfen haben. Eine solche Anwendung ist mehrmals täglich möglich.

Umschläge und Pflaster mit kolloidalem Silber

Umschläge oder Pflaster mit kolloidalem Wasser funktionieren auf dieselbe Weise wie eine Einreibung. Auch diese werden in Wasser getränkt, anschließend auf die Haut gelegt und inaktivieren anschließend Bakterien. Der Unterschied besteht darin, dass Umschläge und Pflaster länger auf der Haut verweilen und somit länger auf sie einwirken können. So ist eine Anwendung über mehrere Stunden oder über Nacht möglich und es entsteht ein intensiverer Effekt. Diese Anwendungsform empfiehlt sich zum Beispiel bei Ekzemen, Furunkeln oder bei großen offenen Wunden.

Kolloidales Silber als Spray

Es gibt kolloidales Silber auch in Form von Sprühflaschen. Die Anwendung kann wie die Einreibung bei Hautkrankheiten verwendet werden, aber auch bei Behandlungen des Mundraumes. Wer beispielsweise an Mundgeruch, Asthma oder Husten leidet, kann von der gesprühten Form des kolloidalen Silbers profitieren. Natürlich bietet es sich bei Beschwerden im Mund- und Rachenraum ebenfalls an, kolloidales Wasser wie gewöhnlich zu trinken oder zu gurgeln.

Kolloidales Silber als Tropfen

Nahezu jedes erdenkliche Ziel, das sonst bei einer Infektion durch Bakterien mit Tropfen behandelt wird, kann auch mit kolloidalem Silber behandelt werden. Bekannte Anwendungsformen sind hier Augen- oder Ohrentropfen. Wie bei herkömmlichen Tropfen wird die betroffene Stelle mit der Substanz beträufelt. Augentropfen eignen sich besonders bei einer Bindehautentzündung, dem Gerstenkorn, bei einer Tränensack- oder einer Hornhautentzündung. Auch trockene oder, zum Beispiel durch ungünstige Wetterbedingungen, gereizte Augen profitieren von den Silber-Tropfen. Diese können alle zwei Stunden angewendet werden, wobei ein Tropfen je Anwendung genügt. Ohrentropfen eignen sich bei Beschwerden wie Ohrenschmerzen oder einer Mittelohrentzündung, auch hier kann mehrmals täglich ein Tropfen in das Ohr geträufelt werden. Kolloidales Silber ist für diese empfindlichen Körperstellen geeignet, es lindert die Schmerzen und beruhigt.

Kolloidales Silber als Kur

Die Einnahme von kolloidalem Silber kann auch in Form einer Kur erfolgen. Dabei wird das Silberwasser auf übliche Weise getrunken oder als Spray in den Körper eingeführt. Eine solche Kur kommt besonders bei bakteriellen oder Infektionen durch Viren, allgemein bei inneren Erkrankungen, zum Einsatz. Aber auch zur Förderung des Immunsystems und der Gesundheit erfolgt eine längere Einnahmezeit. Die Anwendung erfolgt hier über mehrere Wochen, teilweise bis zu 3 Monate lang.

Dauer der Anwendung von kolloidalem Silber

Nicht bei jeder Anwendungsform ist, wie bei einer Kur mit kolloidalem Silber, eine Dauer von mehreren Wochen empfohlen. Bei einigen Entzündungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich genügt es, die Einnahme so lange fortzuführen, wie die Beschwerden anhalten. Dies gilt auch für Hautprobleme oder offene Wunden: Ist die Wunde am Körper verheilt, muss das kolloidale Silber nicht weiter angewendet werden. Natürlich kann es trotzdem weiterhin unterstützend oder vorbeugend genutzt werden, zum Beispiel um das Immunsystem zu stärken, aber auch hier sollte nach einigen Wochen Schluss sein. Generell gilt: Eine Anwendungsdauer von 3 Monaten soll nicht überschritten werden.

Herstellung von kolloidalem Wasser für den Eigenverbrauch

Kolloidales Wasser kann für den Eigenverbrauch auch mit den eigenen zwei Händen zuhause hergestellt werden. Dazu benötigt es destilliertes Wasser, einen geeigneten Generator und Silberelektroden.

Es wird empfohlen einen stabförmigen Generator aus purem Silber zu verwenden. Ein geeignetes Gerät kann im Fachhandel erworben werden, dadurch wird die Herstellung von Silberwasser möglichst einfach und vor allem sicher. Am besten eignen sich welche, die eine Vorrichtung besitzen, mit der die Konzentration des eigens produzierten kolloidalen Silbers gemessen werden kann, und die über Angaben verfügen, wie viel Silberwasser in welchem Zeitraum erzeugt wird. Bei einem Silbergenerator aus dem Fachhandel wird aber in der Regel eine exakte Anleitung zur Herstellung mitgeliefert.

Das zur Herstellung von kolloidalem Wasser ebenfalls benötigte destillierte Wasser kann ganz einfach in der Apotheke gekauft werden. Dieses wird empfohlen, damit beim Herstellungsprozess keine Silbersalze entstehen. Silbersalze sind nahezu das Gegenteil, von dem was bei diesem Prozess hergestellt werden soll, denn es handelt sich dabei um Silber, das eine chemische Reaktion mit anderen Stoffen eingegangen ist (und damit das kolloidale System durchbricht) und wird dadurch zu einer Substanz mit anderen Eigenschaften. Deshalb wird bei der Qualität des kolloidalen Wassers um höchste Vorsicht geboten – ein mehrfach destilliertes Wasser aus der Apotheke ist sicherer als günstiges aus dem Supermarkt. Hier lohnt sich also der Gang zur Apotheke.

Die benötigten Gegenstände sind nun vorhanden, destilliertes Wasser (aus der Apotheke!), ein Generator und Silberelektroden (vorzugsweise aus dem Fachhandel), nun geht es also an die eigentliche Herstellung des Silberwassers.

Hierzu wird das Wasser (200ml) erhitzt und die am Generator befestigten Silberelektroden beinahe ganz darin eingetaucht. Wenn nun eine elektrische Spannung an die Elektroden angelegt wird, lösen sich die gewünschten kleinsten Silberteilchen von den Elektroden, und sie verteilen sich im Wasser – fertig ist das Silberwasser. Zur Sicherheit sollte nach der Herstellung (die circa 20 Minuten dauert) der Stecker des Generators gezogen werden und dieser aus dem Glas entfernt werden, die Silberstäbe können anschließend mit einem sauberen Tuch gereinigt werden.

Das fertige Silberwasser kann nun in ein Gefäß zur Aufbewahrung umgefüllt werden, hierzu eignet sich am besten eine dunkle Glasflasche, etwa aus Lichtschutzglas, Blau-, Braun- oder Violettglas. Dies gewährleistet, gemeinsam mit der Aufbewahrung an einem kühlen, dunklen Ort, eine bestmögliche Wirksamkeit. So kann den Viren der Kampf angesagt und die Gesundheit angekurbelt werden.

Herstellung einer Salbe mit kolloidalem Silber

Auch eine Salbe aus kolloidalem Silber kann daheim hergestellt werden. Dabei werden herkömmlicherweise Pflanzenöl, Tegomuls (ein natürlicher Emulgator), Bienenwachs und natürlich kolloidales Silber verwendet. Außerdem werden zwei Gläser benötigt. In einem Glas werden 12ml Öl und 2-3gr Bienenwachs, im anderen 50ml kolloidales Silber erhitzt – beide in einem Wasserbad. Sobald das Wachs geschmolzen ist, können beide Gefäße aus dem Wasserbad entfernt werden. Anschließend wird das Silberwasser mithilfe des Tegomuls unter Rühren in die Fettphase gemischt. Am Ende entsteht eine Creme, die in eine Salbendose umgefüllt werden kann. Ein Tipp: Auf der Dose sollte das Datum notiert werden, damit die empfohlene Anwendungsdauer von 3 Monaten nicht überschritten wird, da Viren und Bakterien in dieser Zeitspanne am effektivsten bekämpft werden.

Kolloidales Silber: Konzentrationsangaben und Dosierung

Die Konzentration von kolloidalem Silber wird in ppm angegeben. Die Verwendung von medizinischen, technischen und chemischen Fachbegriffen oder Maßeinheiten ruft bei einigen Menschen eine gewisse Unsicherheit hervor. Es muss also geklärt werden, was die jeweilige ppm Zahl bedeutet und worin der Unterschied liegt.

Zunächst einmal: ppm ist eine relative Maßangabe und steht für „parts per million“, was auf Deutsch schlichtweg ein Millionstel bezeichnet. Also: 1 Teil pro Million. Im Hinblick auf chemische Substanzen wird ppm also als eine Konzentrationsangabe verstanden. 1ppm bedeutet, dass in einer Million Gramm der Lösung ein Gramm des verwendeten Stoffes enthalten ist, oder einfach ausgedrückt: 1mg Stoff pro 1 Liter Wasser.

Wendet man dieses Wissen nun auf kolloidales Silber an, stellt man fest: Bei einer Angabe von 10ppm befinden sich in einem Liter des Wassers 10mg Silber und bei 25ppm 25mg Silber.

Dabei sagt dieses Verhältnis nicht unbedingt etwas über die Wirksamkeit aus, da schon geringe Mengen an Silber Bakterien abtöten und bemerkenswerte Effekte erzielen können. Bei den meisten Anwendungsmöglichkeiten wird daher eine ppm-Zahl von 10 empfohlen.

Dosierung von kolloidalem Silber

Je nach Gewicht des Menschen, Art der Anwendung und gewünschtem Ziel gibt es unterschiedliche Dosierungsempfehlungen für kolloidales Silber. Zu einer individuellen Dosierung wird deshalb geraten.

Kolloidales Silber kann sowohl von erwachsenen Menschen und Kindern als auch von Tieren eingenommen werden. Bei Kindern sollte man die Dosis allerdings verringern. In folgender Tabelle sind Dosierungsempfehlungen für die orale Einnahme von kolloidalem Silber je nach Gewicht des Anwenders aufgelistet.

Gewicht
Häufigkeit
Dosis
5-12 Kilo2-3 mal pro Tag½ Teelöffel
12-35 Kilo2-3 mal pro Tag1 Teelöffel
35-50 Kilo2-3 mal pro Tag1 ½ Teelöffel
50-60 Kilo2-3 mal pro Tag2 Teelöffel
60-70 Kilo2-3 mal pro Tag
2 ½ Teelöffel
70-80 Kilo 2-3 mal pro Tag3 Teelöffel
80-100 Kilo2-3 mal pro Tag3 ½ Teelöffel
100-120 Kilo2-3 mal pro Tag4 Teelöffel

Die von der Gesundheitsbehörde ausgesprochene Obergrenze der Silberaufnahme liegt sogar bei weitaus höheren Werten. Wird diese Empfehlung also eingehalten, sind Nebenwirkungen äußerst unwahrscheinlich und die Einnahme von kolloidalem Silber ist ungefährlich. So ist eine bestmögliche Wirkung garantiert. Vorsicht ist bei Allergikern geboten.

Die Tabelle bezieht sich auf Silberwasser. Bei anderen Varianten der Einnahme (durch Augentropfen, Sprays, Umschläge…) empfehlen die Hersteller folgende Dosierungen:

Art der Einnahme
Häufigkeit und Dosierung
Anwendung bei
Augentropfen Alle 2 Stunden 1 TropfenBei Krankheiten durch Bakterien im Auge:
-Bindehautentzündung
-Augenlidentzündung (Gerstenkorn)
-Tränensackentzündung
-Hornhautentzündung
Bei trockenen Augen nach Bedarf jeweils 1 Tropfen-Trockenen Augen
-Gereizte Augen durch ungünstige Wetterbedingungen
Über die Haut durch ein TuchMehrmals täglich die Haut mit einem in kolloidales Silber getränktes Tuch-Erkrankungen der Haut: Akne, Pickeln, Hautunreinheiten, Mitessern
-Ekzeme
-Hämorrhoiden
PflasterÜber Nacht-Ekzeme
-Warzen (Dornwarzen, Sohlenwarzen)
Sitzbad mit SilberkolloidKann mehrmals täglich angewendet werden-Hämorrhoiden
OhrentropfenMehrmals täglich ein Tropfen-Ohrenschmerzen
Bei Krankheiten, bei denen Viren oder Bakterien im Ohr die Ursachen sind:
-Mittelohrentzündung

Bei einer Anwendung durch Sprays, Tücher, Pflaster oder ähnliches wird für ein optimales Ergebnis zusätzlich die orale Einnahme von Silberwasser empfohlen.